Tonale Basis und ein farbenfroh-lebendiger, rhythmisch elektrisierender Ausdrucksstil

Onlinemerker

... the works are catchy and offer auditory variety as well as a relaxed balance of sound such as has rarely, if ever been heard before.

Presto Classical

Aaron Copland (1900-1990)

Appalachian Spring (1944)
Suite für 13 Instrumente

Quiet City (1940)
Suite für Englischhorn, Trompete und Streicher

Concerto für Klarinette (1948)
und Streichorchester mit Harfe und Klavier

EDEL / Berlin Classics 0301411BC
Veröffentlichung: 15. Mai 2020

Er ist der amerikanische Westen. Er ist der Herzschlag von New York. Er ist die musikalische Stimme einer Nation“. Wie ein Held wird der Komponist Aaron Copland in seiner Heimat gefeiert.

Verklärte Pionierszenen, einsame Großstadtnächte, Jazz und südamerikanische Melodien zeigen Coplands subjektive Sicht auf sein facettenreiches Land. Der am 14. November 1900 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborene Komponist wuchs als jüngstes von fünf Kindern einer jüdischen Familie auf. Schon früh zeigte sich, dass sein Hauptinteresse der Musik galt. Deshalb ging er 1921 auf die neu gegründete „Summer School of Music“ nahe Paris, welche speziell für amerikanische Studierende ausgerichtet war, und erhielt dort drei Jahre lang Unterricht bei einer der bekanntesten Musikpädagoginnen der Geschichte: Nadia Boulanger. Während seines Aufenthalts in Europa lernte er außerdem die großen Persönlichkeiten dieser Zeit, wie Maurice Ravel, Kurt Weill und den ihn musikalisch stark beeindruckenden Igor Strawinsky, kennen. Nach einigen Jahren zog es ihn dennoch in seine Heimat Amerika zurück, wo er sich vor allem vom aufkommenden Jazz und seiner einzigartigen Harmonik und Rhythmik beeinflussen ließ. Das spiegelt sich besonders in seiner kurzen Lebensphase wider, in der er sich avantgardistischer, freitonaler Musik zuwandt, aber auch in seinen späteren Kompositionen. In den 1930er Jahren änderte sich dies allerdings: Copland begann, dem amerikanischen Zeitgeist folgend, Musik für ein breites Publikum zu schreiben und erreichte dieses mit teils patriotischen Werken wie „A Lincoln Portrait“.

Die drei Werke „Appalachian Spring“, „Quiet City“ und sein Klarinettenkonzert, welche auf dem Album zu hören sind, verdeutlichen nicht nur das musikalische Schaffen des großartigen Komponisten, sondern geben auch Einblicke in das Leben Aaron Coplands. „Quiet City“ ist eine Art Ode an seine Heimat New York, in der er musikalisch beschreibt, wie ihn die Stadt, die niemals schläft, manchmal mit ihrer ganz eigenen Stille faszinieren kann.