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Zweites Konzert als Artist-in-Residence bei der Phlharmonie Baden-Baden am 04. März im KulturCasion

By 7. März 2016 No Comments

“Kein Wunder, denn seine Vielfalt an Klangfarben, seine bis in die feinste Nuance austarierte Präzision, seine klare Strukturierung und seine Ausdruckskraft reißen einfach jeden mit, erst recht wenn er Musik von Carl Maria von Weber spielt, die mit ihrer heiteren Art, ihrem ungezügelten Temperament und ihrem Optimismus ohnehin das Publikum anheizt.
Das steigerte sich noch dadurch, dass der Solist in den schnellen Sätzen ein enormes Tempo vorlegte und dabei immer wieder mit seinen unglaublich präzisen, perlenden Läufen faszinierte.Zu hören war diesmal das Klarinettenquintett B-Dur op. 34 in einer Bearbeitung für Klarinette und Streichorchester, das zumindest in dieser Version dem Charakter des berühmten Klarinettenkonzerts Nr. 2 sehr ähnlich ist. So frisch und temperamentvoll Sebastian Manz auch die schnellen Sätze nahm, so feinfühlig und differenziert zeigte er sich im langsamen zweiten Satz. Nach dem herrlich übermütigen dritten Satz zündete der Solist im Rondo, dem letzten Satz, ein wahres Feuerwerk. Mit dem begeisterten Beifall muss Manz gerechnet haben, denn wie schon bei seinem letzten Konzert mit der Philharmonie hatte er auch diesmal wieder eine Zugabe zusammen mit den Stimmführern der ersten und zweiten Geigen, der Bratschen , der Celli und der Kontrabässe vorbereitet. Es gab ein wunderbar romantisches Adagio aus einem Konzert für Klarinette und Streicher von Heinrich Josef Baermann. Das ist der legendäre Klarinetten-Virtuose, für den Weber praktisch alle seine Klarinettenwerke geschrieben und der die meisten davon auch uraufgeführt hatte.”

Badische Neueste Nachrichten, 07.03.2016